Bis heute ist ungeklärt, wer dieses kurze Gedicht schrieb, aber es muss jemand gewesen sein, der wusste, dass die Zeit doch nicht alle Wunden heilt. Umso wichtiger ist es, dass die Beisetzung als Möglichkeit wahrgenommen wird, richtig  Abschied zu nehmen:

“Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines.

Das eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein war Teil von unserem Leben,

drum wird dies eine Blatt allein uns immer wieder fehlen.”

Doch der Ablauf der Beerdigung wandelt sich in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz: Immer öfter wird eine Kremierung der traditionellen Erdbestattung vorgezogen. Aber auch Immigranten bringen ihre heimischen Zeremonien und Bräuche mit und so entstehen zahlreiche neue Wege, einen Verstorbenen auf die letzte Reise vorzubereiten. Bestattungsrituale in der Schweiz. Da die Schweiz die meisten Freiheiten bei der Wahl des Abschiedsrituals lässt, möchten wir in diesem Beitrag die häufigsten Bestattungsrituale in der Schweiz vorstellen.

Die Feuerbestattung

Inzwischen entscheiden sich mehr als 80% der Schweizer für die Einäscherung und davon wiederum ein Fünftel für die anschliessende Beisetzung in der freien Natur. Nicht selten wird die Asche Verstorbener an deren Lieblingsplätzen, wie im Garten, an einem See bzw. Fluss, Steilhang oder im Wald verstreut.

Die Urne zu Hause

Eine andere Möglichkeit ist es, die Urne mit nach Hause zu nehmen und ihr dort einen Platz zu geben. Traditionell bieten sich Plätze wie der Cheminée oder ein Schrank an, aber man hört auch immer mal wieder vom Nachttisch als Ort der letzten Ruhe. Auch wenn Sie in der Wahl natürlich völlig frei sind, ist gerade letzteres nicht immer förderlich bei der Trauerbewältigung. Wenn Sie merken, dass Ihnen der gewählte Platz nicht gut tut, trauen Sie sich ruhig, die Urne noch mal umzustellen.

Der Waldesruh-Platz

Immer öfter entscheiden sich Menschen für die Wurzel eines riesigen Baumes als Grabstätte. Hiesige Bestattungsunternehmen kümmern sich darum, dass der gewählte Baum im örtlichen Grundbuch als Partner- oder Familienbaum eingetragen und somit geschützt wird. Alternativ ist es auch möglich, einen Familiefelsen auszusuchen oder eine wunderschöne Almwiese in einem Blumenmeer als letzte Ruhestätte.

Immer am Herzen

Eine sehr moderne – aber auch teurere – Möglichkeit ist es, die Asche zu einem kleinen synthetischen Diamanten backen zu lassen, der anschliessend als Kettenanhänger oder in einem Ring eingelassen wird. Vielleicht mag diese Vorstellung im ersten Augenblick seltsam anmuten, doch so trägt man das Andenken an den oder die Verstorbene immer bei sich.

Eine nichtkirchliche, freie Beerdigung

Ein sehr persönliches Abschiedsritual ist eine freie Beerdigung, bei der weder ein Pfarrer, noch ein Priester reden, sondern Verwandte oder Freunde eine kleine Zeremonie abhalten. Bei dieser Form der Bestattung sind Sie völlig frei in der Oganisation und Gestaltung. Spielen Sie die Lieblingslieder, erzählen Sie schöne Anekdoten aus dem Leben des Verstorbenen und ehren Sie ihn auf ihre ganz persönliche Art.

Schieben Sie das Thema nicht fort

Niemand spricht gerne über den eigenen Tod – Doch Sie können es Ihren Hinterbliebenen deutlich leichter machen, Ihre letzten Wünsche zu erfüllen, wenn diese irgendwo niedergeschrieben sind oder Sie darüber gesprochen haben. Gerade junge Menschen schieben das Thema gerne in weite Ferne – wer kann sich schon vorstellen, morgen nicht mehr zu sein? Aber der Tod gehört zum Leben dazu und so sollten Sie schon zu Lebzeiten darüber nachdenken, wo Ihre letzte Ruhestätte sein soll.

Eine kleine Hilfe in der schweren Zeit

Unabhängig davon, welche Bestattung gewählt wird, es ist immer schwer, die Trauerfeier und alles Weitere zu organisieren. Wir von Kartenbauer.ch bemühen uns nach besten Kräften, Ihnen in dieser Zeit beizustehen und bieten Ihnen die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Leidzirkulare und Danksagungskarten zu gestalten und bestellen.