Wenn Anfang November die Bäume ihr buntes Kleid verlieren und das blühende Leben der Natur damit zu Ende geht, dann wird auch jedem von uns die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Kulturelle Bräuche zum Tod finden sich in allen Kulturen wieder. An Allerheiligen gedenken wir all den Lieben, die uns ein Stück vorausgegangen sind. Wir versinken in Gedanken und verbinden zugleich eine große Hoffnung. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen in einer besseren Welt. Laterne

Einmal sehen wir uns wieder und zu Allerheiligen gedenken wir

Die Natur stirbt scheinbar ab und die Menschen werden nachdenklich. Wir denken an die Vergangenheit, lassen sie in Gedanken noch einmal Revue passieren. Und zu Allerheiligen rückt auch unser eigenes Leben in einen ganz anderen Blickwinkel. Wer wird unter dem Jahr schon ans Sterben denken? Niemand! Zu sehr sind wir beschäftigt, um im Alltag aufzugehen. Für das Sterben ist da kein Platz. Anders zu Allerheiligen, da wird einem wirklich bewusst, dass jedes Leben vergänglich ist. Die Natur erwacht im Frühling wieder und so sind wir guter Hoffnung, dass auch wir wieder erwachen in einer besseren Welt, wo alle Lieben, die von uns gegangen sind, bereits auf uns warten.

Das Leben geht weiter

Wie oft gibt es diese Feststellung zu hören. Nach einem schmerzlichen Todesfall folgt die erste Trauer, die uns gelähmt macht. Denn es schmerzt, weil alles hier auf Erden die Handschrift des geliebten, verstorbenen Menschen trägt. Doch das Leben muss weitergehen. Der Alltag fordert nach wenigen Tagen, oft auch nach Wochen, wieder sein Recht ein. Die Arbeit muss getan werden und der Alltag wartet darauf, bewältigt zu werden. Oft finden die Hinterbliebenen Trost in den Trauerkarten, die an sie gerichtet worden sind.

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Und dennoch gibt es ein Vorher und ein Nachher. Wenn ein lieber Mensch von uns gegangen ist, dann ist nachher alles anders. Man fragt sich oft, wofür man allein weiterlebt? Diese Frage kann nur die Zeit beantworten und das Leben geht weiter.

Jeder hat die Trauerarbeit für sich zu bewältigen

Wie wir trauern und wie lang wir trauern, hängt allein von unserer Person ab. Denn jeder von uns ist anders und so drückt sich auch die Trauer verschieden aus. Manche geben sich stark, suchen aber dennoch immer jenen Ort auf, der gern gemeinsam aufgesucht wurde und lassen dort den Erinnerungen freien Lauf. Andere wiederum tragen ein Amulett mit Foto vom geliebten Menschen um den Hals. Damit dieser nah an dem Herzen sein kann. Trauer und auch Gedenken haben viele Gesichter. Aber eins steht fest, jeder hier auf Erden hat mindestens einen Menschen, der ihn vorausgegangen ist und in seinem Herzen weiterlebt.

Zu Allerheiligen werden die Erinnerungen wieder wach

Irgendwann wandelt sich die schmerzliche Trauer in eine schöne Erinnerung. Wann das sein wird, ist nach einem schmerzhaften Todesfall noch nicht klar. Aber diese Wandlung kommt, bei dem einen Menschen früher, bei dem anderen später. Die Trauer lässt nach, das Herz ist nicht mehr so stark ergriffen davon und irgendwann wird sie gekonnt abgelöst von einer inneren Dankbarkeit. Der Besuch der geschmückten Gräber an Allerheiligen ist der wohl bekannteste Brauch. Der Blumenschmuck und das innige Gedenken drückt die Dankbarkeit aus, die wir dem geliebten Menschen entgegenbringen. Wir zünden eine Kerze an, es symbolisiert das ewige Licht. Allerheiligen macht uns gekonnt darauf aufmerksam, dass die Seelen im diesseits mit den Seelen im jenseits durch ein starkes Band verbunden sind. Ein Band, das nicht sichtbar ist und das sich um unsere Herzen schmiegt, wenn wir an den liebenswerten Menschen im Himmel denken. Und dann stellen wir überzeugt fest, einmal sehen wir uns wieder.

Für immer verbunden

Ein Herz hat aufgehört zu schlagen und dennoch bleibt das tiefe Gefühl der Liebe und Zuneigung zu dem Verstorbenen für immer erhalten. Denn auch wenn ein Herz aufhört zu schlagen, Gefühle sind für die Ewigkeit gemacht und sie sind es, die uns vorantreiben und irgendwann werden wir auch wieder feststellen können, es ist schön, dass unser Leben weitergeht.