Die Ehe blickt auf eine jahrhundertelange Tradition. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Bräuche zum festen Bestandteil einer Hochzeitszeremonie etabliert. Manche Tradition steht für Liebe, Glück, Treue, Gesundheit und Fruchtbarkeit ein. Manche Sitte soll Unheil vom Brautpaar fernhalten. Uraltes Brauchtum gerät in Vergessenheit. Andere Bräuche wiederum verändern die Bedeutung. Aber es kommen auch immer wieder neue Bräuche zu den alten dazu. Hochzeitspaar

Schweizer Hochzeitstraditionen hochleben lassen

… denn bereits zu Omas Zeiten wurde so gefeiert

Der Hauptgrund, warum an alten Traditionen festgehalten wird, liegt daran, dass das Brautpaar und die Gäste Freude daran haben. Denn der Spass ist der zentrale Teil des Brauches, würde es keinen Spass bereiten, hätte das Brauchtum bei einer Hochzeit nichts zu suchen. Traditionen werden an die nächste Generation weitergegeben. Denn jede Region in der Schweiz, ja sogar fast jedes Tal hat ihre eigenen Sitten, die noch immer mit Freude ausgelebt werden. Die Tradition gestaltet sich umso außergewöhnlicher, je ländlicher die Hochzeit ist. Dennoch ist auch in der Schweiz ein internationaler Mix der Bräuche zu erkennen.

Traditionen von einst

Für die Geldkasse

Als der Wohlstand noch nicht allgegenwertig war, wurde versucht, mit diversen Bräuchen etwas Kleingeld in die Kasse des Brautpaares zu spülen. Die Gäste wurden in Spielen dazu aufgefordert, Geld zu bezahlen, um die finanzielle Lage des Paares aufzubessern. Denn heiraten ist bekanntlich keine kostengünstige Angelegenheit.

Für den Hausstand

Die Geschenke waren noch vor etlichen Jahrzehnten dazu bestimmt, um das eigene kleine Zuhause des Paares auszustatten. Da war dann in manchen Paketen ein großer Kochtopf versteckt, gefolgt vom Salatbesteck. Es war einmal … und damit das auch so bleibt, ist dieser kompakte Spruch:” Unser Haushalt ist komplett, darum wäre es sehr nett, wenn Ihr an unsere Zukunft denkt und uns fürs Sparschwein Futter schenkt”, gerne in so mancher Hochzeitseinladung zu finden.

Die Münze im Schuh

Die Brautpaare lassen sich nicht mehr drücken von der Münze im Schuh. Früher war es so Sitte, dass Braut und Bräutigam eine Münze im Schuh trugen. Dieses kleine Stück Kupfer drückte ordentlich, aber es sollte davor bewahren, dass das Geld in der Ehe nicht ausgeht und dem Paar ein finanziell sorgenfreies Leben bevorsteht.

Traditionen heute

Die Eheringe

Was wäre eine Trauung ohne Ehering, sie wäre nicht vollkommen. Die Eheringe gibt es schon viele Jahrhunderte und sie haben ihre tiefe Bedeutung bis heute erhalten. Denn die Form des Kreises steht für das Nicht-Endende und für die Ewigkeit. Die Schweizer tragen den Ehering an der linken Hand. Warum das? Es wird von der „Liebesvene“ am Ringfinger gesprochen, diese soll direkt zum Herzen führen. Darum die linke Hand.

Feuersteine wird es regnen

Es wird nicht rote Rosen regnen, es wird auch kein Reis geworfen. Im Alpenland fiel die Entscheidung auf etwas Besonderes, nämlich auf süße Bonbons. Die eigens für die Hochzeit hergestellt werden. Ziehen Braut und Bräutigam aus der Kirche aus, werden sie mit diesen beworfen. Dabei handelt es sich um kleine bunte Quadrate. Auf der Rückseite des Zuckerpapiers gibt es nette Weisheiten über das Eheglück zu lesen. Ein „Zältli“ also, das wohlschmeckend und wohl wissend ist und zudem wehtun kann, wenn es einem ungünstig trifft. Aber da muss das Brautpaar jetzt wohl durch.

Die Schweizer können feiern … der Junggesellenabschied

Einen Polterabend gibt es in der Schweiz nicht, sie lassen es richtig krachen bei ihrem Junggesellenabschied. Alles bleibt heil, es wird kein Geschirr zerschlagen und auch keine wagemutigen Abenteuer mit Braut und Bräutigam aufgeführt. Das Paar feiert getrennt voneinander noch einmal ausgelassen ihre „Freiheit“. Bevor sie zielgerade in den Hafen der Ehe steuern. Bräute nützen diese Chance gerne, um mit ihren Freundinnen einen Wohlfühl-Urlaub zu verbringen. Während der Bräutigam mit seinen Freunden ins Ausland fährt, um dort noch einmal die „alten Zeiten“ aufleben zu lassen.

Viel Spass dabei wünscht kartenbauer.ch !